100 Jahre Völkermord - 100 Jahre Leugnen

pogrom Nr. 285 6_2014

Vor 100 Jahren, im April 1915, begann der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts. Opfer waren alle christlichen Völker des Osmanischen Reiches: die Armenier, Assyrer/Aramäer und Griechen. So wurde aus dem vormals multikulturellen Gemeinwesen eine Republik mit einer religiös homogenen Bevölkerung. Die Verbrechen werden von der Türkei bis heute als bedauerliche Begleiterscheinung des Ersten Weltkriegs gedeutet. Mit Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Türkei scheuen sich auch viele andere Staaten, darunter die Bundesrepublik Deutschland, den Genozid beim Namen zu nennen.
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Pogrom beleuchtet Hintergründe, Planung und Ablauf der Massaker, nennt Verantwortliche und macht deutlich, dass eine Versöhnung erst dann möglich ist, wenn die Türkei die historische Verantwortung für den Völkermord übernimmt.

 

Titelthema:


Der Völkermord

  • „Noch ist Armenien nicht verloren“
  • „Nur Anerkennung ermöglicht Versöhnen und Verzeihen“
  • Drei Jahrtausende armenischer Geschichte
  • „Ein schwarzer Strom ergoss sich gen Süden, versickert allmählich im Sand…“
  • Der Völkermord an den Assyrern
  • 1915 bis 2015: Die Vernichtung der orientalischen Christen und das Versagen des Völkerrechts
  • Der Fall von Midyat im Jahre 1915
  • Der gut dokumentierte Völkermord an den Assyrern/Aramäern/Chaldäern
  • Unaufhörlicher Völkermord: Die Vernichtung griechisch-orthodoxer Christen im Osmanischen Reich
  • Deutsche Missionen und der Völkermord
  • Der Völkermord und die Vielfalt der Kirchen

Die Leugnung

  • Das ultimate Verbrechen
  • Die Schwierigkeit mit der historischen Verantwortung
  • Fast einhundert Jahre Genozid-Leugnung – Die Türkei muss sich ihrer Geschichte stellen
  • Der Völkermord an den Assyrern und die aktuelle türkische Politik
  • Exil-Aramäer fordern die Anerkennung des Völkermords
  • Nur keine klare Position beziehen – Deutschland entzieht sich seiner Verantwortung
  • Nach der Vernichtung: Versuch einer Bilanz
  • „Ohne die Aufarbeitung des Genozids können sich die Minderheiten in der Türkei niemals sicher fühlen“
  • Spiegel-Gespräch mit Fatih Akin

Aktuelle Herausforderungen und Konflikte

  •  „Ich verstecke mich nicht“ Interview mit dem „letzten Armenier“ von Afrin, Aruth Kevork
  • Die „Kinder von Musa Dagh“ sind wieder auf der Flucht – Christen und die „arabische Revolution“ in Syrien
  • Die arabischsprachigen Minderheiten der Türkei
  • „Ein bisschen unsichtbar“: Juden in der Türkei
  • Armenien zwischen historischer Bürde und aktuellen Konflikten
  • Hundert Jahre in Vergessenheit – Eine kritische Bestandsaufnahme
  • Die Mitschuld klar benennen

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Ausgabe

06/2014

Nummer

285

Kategorie

Zeitschrift

Seitenanzahl

106

Preis

4.60 €