Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl Stabsstelle der Direktion

Wesentlich sind die persönliche Antragstellung im Inland und die Begründung des Antrags

 

·  weshalb die Erteilung eines Aufenthaltstitels aufgrund des Art. 8 EMRK zur Aufrechterhaltung des Privat- und Familienlebens geboten wäre oder

·  Angaben zu den besonders Berücksichtigungswürdigen Gründen (insbesondere Unterlagen die den Grad der Integration, die Selbsterhaltungsfähigkeit, die schulische und berufliche Ausbildung, eine ev. Beschäftigung sowie vorhandene Deutschkenntnisse belegen) oder

·   Angabe der Gründe zur Beantragung einer „Aufenthaltsberechtigung besonderer Schutz“

 

Die persönliche Antragstellung im Inland hat bei der nach dem Wohnsitz zuständigen Regionaldirektion des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl zu erfolgen. Die Adressen zu den Standorten finden Sie auf unserer Website unter: www.bfa.gv.at 

Die Zuständigkeit in der Ausstellung von Unbedenklichkeitsbescheinigungen liegt nunmehr bei den Landespolizeidirektionen. Die Bezirkshauptmannschaften sowie die Magistrate sind nicht mehr zuständig. Wo schon jetzt eine Landespolizeidirektion zuständig ist (in den größeren Städten), gibt es keine Änderung.

 

Unbedenklichkeitsbescheinigung

 

Beabsichtigt ein Arbeitgeber einen Drittstaatsangehörigen, der zur visumfreien Einreise berechtigt ist, als Saisonier zu beschäftigen, so hat er dem Ansuchen um Ausstellung einer Beschäftigungsbewilligung beim Arbeitsmarktservice eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (UB) anzuschließen. Die Unbedenklichkeitsbescheinigung gilt für vier Wochen und darf daher zum Zeitpunkt der Erteilung der Beschäftigungsbewilligung (des Bescheides) nicht älter als vier Wochen sein.

 

Die Beantragung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung kann nur vom Arbeitgeber persönlich bzw. eines von ihm bevollmächtigten Vertreters erfolgen und nicht durch den Arbeitnehmer selbst. Der Arbeitgeber hat bei der Beantragung der Unbedenklichkeitsbescheinigung die Zustimmung des Fremden zur Erlangung der Bescheinigung nachzuweisen. Falls Versagungsgründe vorliegen, die eine Ausstellung einer UB verhindern, ist dies dem Arbeitgeber mitzuteilen. Auch darauf muss sich die Zustimmung des Fremden beziehen.

 

Bei der UB-Antragsstellung sind folgende Unterlagen mitzubringen:

 

    Original oder beglaubigte Kopie des Reisepasses des Arbeitnehmers

    Original oder beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde des Arbeitnehmers

    Ungeteilte Zustimmung des Arbeitnehmers zur Bekanntgabe allfälliger Versagungsgründe an den Arbeitgeber (erfolgt am

    Antragsformular oder separat)

 

Folgende Gebühren müssen entrichtet werden:

 

    14,30 Euro Antragsgebühr

    2,10 Euro Verwaltungsabgabe

    3,90 Euro pro Beilage A1 Bogen (maximal 21,80 Euro)

    14,30 Euro Zeugnisgebühr

Ein Antragsformular kann hier heruntergeladen werden:     

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Die Zuständigkeit liegt nunmehr bei den Landespolizeidirektionen. Die Bezirkshauptmannschaften sowie die Magistrate sind nicht mehr zuständig. Wo schon jetzt eine Landespolizeidirektion zuständig ist (in den größeren Städten), gibt es keine Änderung.

 

Elektronische Verpflichtungserklärung (EVE)

 

Einem visumpflichtigen Fremden, der nicht über ausreichende/nachweisbare Eigenmittel zur Bestreitung des geplanten Aufenthaltes in Österreich verfügt, kann dennoch ein Visum erteilt werden, wenn aufgrund der Verpflichtungserklärung einer Person, Firma oder eines Vereines (Einlader) mit Hauptwohnsitz oder Sitz im Bundesgebiet die Tragung aller Kosten gesichert erscheint.

 

Privateinlader sowie befugte Vertreter von Firmen und Vereinen wenden sich an die für ihren Hauptwohnsitz bzw. Firmen-/Vereinssitz zuständige Landespolizeidirektion und können dort eine kostenfreie „Elektronische Verpflichtungserklärung (EVE)“ abgeben. Es wird empfohlen, die zuständige Fremdenpolizeibehörde vorab telefonisch zu konsultieren.

Damit erklärt sich der Einlader – wie bisher – bereit, für alle Kosten aufzukommen, die öffentlichen Rechtsträgern durch den Aufenthalt des Visumwerbers entstehen könnten, auch wenn dieser über den Zeitraum der Einladung hinausgeht.

 

Die Angaben des Einladers hinsichtlich seiner Bonität sind vor der Fremdenpolizeibehörde zu belegen.

 

Privateinlader haben folgende Unterlagen mitzubringen:

 

Identitätsausweis; Meldezettel; geeignete Einkommensnachweise (z. B. Lohn- und Gehaltszettel, Einkommensteuerbescheid, Einkommensteuererklärung, aktuelle Gewinn- und Verlustrechnung); Mietvertrag oder vergleichbares; bei Vorliegen Nachweise über bestehende Sorgepflichten, Kredite, eventuell Selbstauskunft des Kreditschutz-Verbandes oder Ähnliches sowie Unterlagen betreffend die Beziehung zum Visumwerber.

 

Für Geschäftseinladungen sind folgende Unterlagen mitzubringen:

 

Identitätsausweis des Vertreters, Firmenbuchauszug/Gewerbeschein, Nachweis der Bonität

der Firma (Vorlage z. B. eines Jahresabschlusses, einer Einnahmen/Ausgabenrechnung bzw. eines Auszuges des Kreditschutzverbandes), eventuell Vollmacht, wenn nicht aus Unterlagen ersichtlich (diese ist auf Firmenpapier auszustellen und hat einen Firmenstempel und die Unterschrift(en) der vertretungsbefugten Organe der Gesellschaft zu enthalten).

 

Für Einladungen eines Vereines sind folgende Unterlagen mitzubringen:

 

Identitätsausweis des Vertreters, Vereinsregisterauszug, Satzung, Nachweis über Vereinstätigkeit und Bonität des Vereins (Vorlage z. B. Bilanz, Bescheinigung eines Steuerberaters), eventuell Vollmacht (diese hat die Unterschrift(en) der vertretungsbefugten Organe des Vereines zu enthalten). In Fällen, in denen die Bonität nicht eindeutig nachgewiesen bzw. festgestellt werden kann, kann eine KSV-Auskunft nachgefordert werden.

 

Um Bekanntgabe der Reisepassnummer des Visumwerbers wird ersucht.

 

Nach Abgabe der EVE wird dem Einlader eine ID-Nummer bekannt gegeben, die er seinerseits dem Visumwerber mitteilt. Dieser stellt frühestens 48 Stunden nach Abgabe der EVE den Antrag an der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland und nennt dabei die ID-Nummer, unter der die Vertretungsbehörde die EVE abrufen kann.

Bei Visumanträgen an Schengenbotschaften, die Österreich bei der Visaerteilung vertreten, ist die Abgabe einer EVE nicht möglich. Es wird aber empfohlen, mit der für den Konsularbezirk zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde bezüglich der Möglichkeit der Abgabe einer Elektronischen Verpflichtungserklärung Kontakt aufzunehmen.

 

Achtung: Vor Abgabe der EVE wird dem Einlader ein Merkblatt ausgehändigt. Es wird ersucht, das Merkblatt genau zu lesen und die Hinweise zu beachten.  


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Formular Neuausstellung eines Aufenthalt
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Antragsformular besonders berücksichtigu
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Antragsformular AB besonderer Schutz § 5
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Antragsformular § 55 AsylG Art 8 Formula
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Antrag rot-weiß-rot Karte
Rot_weiß_rot.pdf
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dienstvertrag_aufschiebend_bedingt.pdf
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